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Was ist Ryoshin Jujutsu ?

Ich habe mir lange überlegt wie man dieses "System Ryoshin" mit wenigen, prägnanten Worten beschreiben kann und bin dann zu dem Schluss gekommen, dass man eine Kampfkunst wie Ryoshin Jujutsu mit Worten gar nicht treffend und ausreichend beschreiben kann. 

Grundsätzlich ist Ryoshin Jujutsu eine Kampfkunst welche die Brücke schlägt zwischen einigen sehr alten japanischen Jujutsu-Stilrichtungen und dem modernen MMA (Mixed Martial Arts).

Um Ryoshin Jujutsu zu erlernen sind keine speziellen Vorkenntnisse, keine besondere körperliche Fitness oder Gelenkigkeit erforderlich. 

Der Einstieg ist somit quasi in jedem Alter möglich.

 

Im Folgenden nun ein paar erste Gedanken und der Versuch Ryoshin Jujutsu genauer zu definieren:

Ryoshin Jujutsu ist eine primär auf Selbstverteidigung ausgerichtete Kampfkunst.

Es basiert im Wesentlichen auf mehreren sog. Koryu-, bzw. Senjou-Ryu-Stilrichtungen des japanischen Jujutsu.

Koryu bedeutet übersetzt vereinfacht etwa „alter Stil/Stilrichtung“.

Der Ausdruck „Senjou-Ryu“ bedeutet so viel wie „auf dem Schlachtfeld“ eingesetztes System.

 

Die vollständige Bezeichnung lautet übrigens:

„Ryoshin Nihon Jujutsu“.

Der Begriff "Nihon" steht ganz einfach für "japanisch".

 

Ryoshin Jujutsu ist also eine Kampfkunst deren Wurzeln zurückgehen bis in die Zeiten der Samurai auf den Schlachtfeldern Japans.

Daher besteht der „Syllabus“ (Trainingsprogramm) im Wesentlichen aus sehr effektiven und direkten Techniken. Damals wurde gekämpft um zu Überleben und nicht um Punkte zu machen, wie bei vielen heutzutage bekannten und im Wesentlichen "vermarkteten" Kampfsportarten. Daher gibt es bei uns auch keine Turniere oder Wettbewerbe.

Primäres Ziel bleibt die Anwendbarkeit in der Selbstverteidigung, bzw. im Nahkampf.

Es eignet sich sowohl für Privatpersonen als für den Sicherheits- und Behördenbereich.

Ryoshin Jujutsu ist die Synthese u.a. mehrerer traditioneller japanischer Jujutsu-Stilrichtungen welche Sensei Tony Carrick (Dublin, Irland) nach deren über 40-jährigem Studium in ein äußerst effektives und umfangreiches System zusammen trug, welches auch jetzt noch ständig verfeinert und optimiert wird. Zusätzlich flossen auch entsprechende Erfahrungen aus dem Sicherheitsbereich mit ein.

Tony Carrick ist auch der Gründer des Mixed Martial Arts Teams „Ryoshin Fightteam", eine erst wenige Jahre bestehende Kampfkunstschule in Dublin welche quasi von 0 auf 100 etliche MMA-Wettbewerbe für sich entscheiden konnte und so zahlreiche Titel gewann und mittlerweile internationales Ansehen erreicht hat.

 

Trainiert wird Ryoshin Jujutsu in einem Gi (ähnlich dem Karateanzug), üblicherweise in schwarz oder alternativ anfangs in ganz normaler Sportkleidung.

 

Unterrichtet werden u.a.:

- Schlagtechniken (Atemi-Waza)

- Blocks-/Abwehrtechniken (Uke-Waza)

- Tritttechniken (Geri-Waza)

- Würfe (Nage-Waza)

- Hebel-, Festnahme-, Transporttechniken (Kansetzu-Waza)

- Bodenkampf (Ne-Waza)

- Fallschule/Falltechniken (Ukemi-Waza)

- Traditionelle Formen (Koshiki-Kata)

- Waffen (Bo, Hanbo, Bokken,..)

Im ursprünglichen japanischen Jujutsu lag der Schwerpunkt im Übrigen nicht im Bereich der waffenlosen Selbstverteidigung (sog. Taijutsu) sondern primär auf dem Waffentraining, da es zu den Zeiten der Samurai üblich war eine entsprechende Waffe mit sich zu führen.

Nur für den Fall, dass man im Kampf entwaffnet wurde oder aber sich in Gebäuden aufhielt, in denen das Tragen von einigen Waffen nicht möglich war, wurde zusätzlich Taijutsu (waffenloser Kampf) trainiert.

Da in der heutigen Zeit wohl keiner mehr mit einem Katana (Schwert) o.ä. unterwegs ist, liegt der Schwerpunkt im Ryoshin Jujutsu natürlich im Taijutsu.

So das waren jetzt die ersten Gedanken.

Grundsätzlich steht der Spaß am Training und am Erlernen einer Kampfkunst im Vordergrund. Dabei wird großer Wert auf Sicherheit gelegt, um jegliche Verletzungen zu vermeiden. Nur der Muskelkater wird sich nicht immer vermeiden lassen…

Ein altes asiatisches Sprichwort sagt:

"Auch ein Marsch von tausend Meilen beginnt mit einem ersten Schritt..."

also: let´s go !

Christoph Knödlseder